请选择分类: 产品 新闻 资源    
  高级搜索
新概念英语 剑桥英语课程体系新标准大学英语新视野大学英语英语(新标准)小学 初中 高中职教外语职教语文朗文当代高级英语辞典汉英词典〈自然〉外研通
您现在的位置:首页 >> 资讯中心
中国人的德国印象——李雪涛教授专访(German)
摘自:国际在线
《我眼中的你——20世纪中国人眼中的德意志》作者:李雪涛



J: Li Qian L: Li Xuetao

J: Herr Professor Doktor Li, können Sie sich uns bitte kurz vorstellen?

L: Ich selber habe in Marburg und in Bonn studiert. Meine Promotion schloss ich in Bonn ab. In Düsseldorf habe ich am Konfuzius-Institut als Direktor gearbeitet. Mein Aufenthalt in Deutschland dauerte insgesamt etwa acht Jahre. Aus beruflichen Gründen reise ich immer noch sehr oft zwischen China und Deutschland hin und her. Ich habe in all diesen Jahren eigene Erfahrungen sammeln können, die mein Deutschlandbild geprägt und ebenfalls meine eigene Identität beeinflusst haben.

J: An der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird Ihr neues Buch präsentiert. Worum geht es in diesem Buch eigentlich? Können Sie uns dieses Buch bitte etwas näher vorstellen?

L: Das Buch, das ich eben verfasst habe, heißt „Dein Bild in meinem Auge – Chinesische Deutschlandbilder im 20. Jahrhundert". Ich wollte aus gegebenem Anlass ein ganz besonderes Geschenk aus dem Gastland China zur Frankfurter Buchmesse 2009 mitbringen. Ich mache zum ersten Mal in diesem Umfang und mit reichhaltigen Erläuterungen versehen chinesische Bilder Deutschlands in deutscher Übersetzung zugänglich – also Fremdbilder.

Seit (Feng Zhi), der Gründervater der chinesischen Germanistik in den 1930er Jahren in Heidelberg und Berlin studierte, hat sich in beiden Ländern vieles verändert. Unter den Autoren der hier versammelten Beiträge gibt es berühmte Namen, die auch einer interessierten deutschsprachigen Leserschaft nicht ganz unbekannt sein dürften, wie etwa Wang Meng und Cong Weixi, aber auch weniger bekannte Namen – oft von Chinesen, die Deutschland nicht nur einmal bereist haben, sondern jahrelang im Land gelebt, studiert und gearbeitet haben. Nach der Rückkehr in ihre Heimat – oder sogar als sie noch in Deutschland waren, fühlten sie sich gedrängt, ihre Eindrücke niederzuschreiben und so über sie nachzudenken, um so ihre Landsleute daran teilhaben zu lassen.

Die Texte in „Dein Bild in meinem Auge", die auch sehr unterschiedliche Temperamente offenbaren, mal ein gelehrtes, mal ein literarisches, mal ein sentimentales oder persönliches, verbindet, dass sie als Fremdbilder Deutschlands oft überraschende, fast immer von unmissverständlicher Zuneigung getragene Wahrnehmungen des Landes zeigen, die oft auch nachdenklich stimmen müssen.

Es ist „Dein Bild in meinem Auge" zu wünschen, dass es einer deutschen Leserschaft durch den chinesischen Blick auf ihr Land dazu verhilft, sogar in ihrem Alltag zu entdecken, was ihr bisher immer entgangen war, und so auch etwas über das „andere Auge" zu erfahren.

J: Warum haben Sie das Buch geschrieben, Herr Professor Doktor Li?

L: Vor etwa einem halben Jahr kam mein ehemaliger Lehrer Doktor Peter Krumme aus Heidelberg nach Beijing. Wir tranken zusammen Kaffee und sprachen über die diesjährige Frankfurter Buchmesse im Oktober. Er war der Meinung, dass Deutsche wie Chinesen ein großes Interesse daran haben, wie sie von Ausländern gesehen werden. Es gebe bereits zahlreiche Bücher von Franzosen, Engländern und Holländern zu diesem Thema. Aber von Chinesen habe er solche Bücher in deutscher Sprache noch nicht gesehen. Er fragte mich, ob ich ein Buch mit dem Titel „Deutsche in den Augen der Chinesen" herausgeben könnte. Solch ein Buch würde bestimmt viele deutsche Leser finden.

Der Titel des Buches stammt von Wolfgang Kubins Band „Mein Bild in deinem Auge. Exotismus und Moderne. Deutschland und China im 20. Jahrhundert". Diesen Band hat Professor Kubin im Jahr 1995 in Darmstadt herausgegeben. Das war auch die Anregung zum Thema meines Buches.

J: Warum nehmen die Deutschen ihre Image-Frage so ernst?

L: Ich glaube, es gibt dafür drei Gründe: Erstens wurde Deutschland im Gegensatz zu den großen Kolonialmächten wie Großbritannien und Frankreich erst im Jahr 1871 ein Nationalstaat. Zweitens haben die deutschen Intellektuellen nach Deutschlands Niederlagen in den beiden Weltkriegen – vor allem nach dem letzten – über die negativen Folgen ihres geschichtlichen Erbes nachzudenken begonnen und sich vehement von der nationalsozialistischen Zeit und ihrer Hinterlassenschaft abgegrenzt. Drittens ist Deutschland nach der Wiedervereinigung politisch und wirtschaftlich ein noch bedeutenderes Land in Europa geworden, so dass die Image-Frage eine besondere Rolle spielt. Nach dem Regierungsumzug 1999 von Bonn nach Berlin fanden darüber öffentliche Debatten in deutschen Medien statt. In den Äußerungen von deutschen Intellektuellen und Politikern spürt man eine umsichtige Haltung.

J: Welches Bild von China haben die Deutschen Ihrer Meinung nach?

L: Ich meine, es gibt kein allgemeines Chinabild von den Deutschen. Ich sage immer, Deutschland ist eine postmoderne Gesellschaft; nämlich die Massenmedien spielen für die meisten Intellektuellen eine begrenzte Rolle. China ist wieder anders. Das heißt, viele Intellektuelle kriegen ihre Informationen aus ihren eigenen Kanälen oder Quellen. Immer mehr Leute sehen weniger fern. Zum Beispiel mein Lehrer Doktor Peter Krumme hat überhaupt keinen Fernseher zu Hause. Deshalb haben die meisten Deutschen ein anderes Chinabild als die Anderen. So würde ich sagen, ein allgemeines und dominierendes Chinabild gibt es in Deutschland nicht.

J: Der Austausch zwischen China und Deutschland nimmt immer mehr zu. In welchen Bereichen sollten China und Deutschland ihre Zusammenarbeit noch weiter verstärken?

L: Ich glaube in allen Bereichen. Vielleicht wissen Sie, im Jahr 1697 hat Gottfried Leibniz ein Buch herausgegeben mit dem Titel „Novissima Sinica", was soviel bedeutet wie „Das Neueste aus China". Leibniz hatte einen Briefwechsel mit ein paar Jesuiten. Im Vorwort von diesem Buch hat er gemeint, es gäbe zwei Europas: nämlich Europa in Europa und Europa im Osten, nämlich China. Nur durch die Ergänzung, nicht durch das anstatt oder anstelle des anderen, gibt es die Ganzheit der Menschheit. Ich sage immer, Europa ist keine Ganzheit der Menschheit. China ist auch keine Ganzheit der Menschheit. Nur China plus Europa plus der Rest der Welt bilden die Ganzheit der Menschheit. Deswegen brauchen wir immer die Koexistenz der unterschiedlichen Kulturen.

J: Was erwarten Sie von der Frankfurter Buchmesse?

L: Das ist wirklich eine sehr gute Plattform für den Kulturaustausch. Das ist auch ein Ausdruck der Koexistenz des Pluralismus in der Tradition der verschiedenen Kulturen.

J: Danke schön, Herr Professor Doktor Li.

L: Bitte sehr.
2009-10-22 15:54:31
相关评论 发表评论 发送新闻 打印新闻 关闭
相关新闻
如何选择德语自学教材?

相关产品
图书
我眼中的你 20世纪中国人眼中的德意志(德文版)


产品世界 更多>>
外研版“十二五”职业教育国家规划教材通过审定出版了!
《英语学习》2013 年7-12 期下半年合订本热卖中
高职高专写作大赛学习支持
《英语学习》“中国移动手机阅读”杂志上线啦!
《英语学习》2012年上半年合订本推出
活动赛事 更多>>
CCEC考试2018年7月统考报名通知及注意事项
2018年4月考官培训报名开始了!
CCEC考试2018年1月统考报名通知及注意事项
CCEC考试2017年7月统考报名通知及注意事项
2017年4月考官培训报名开始了!
CCEC考试2017年1月统考报名通知及注意事项
教学科研 更多>>
文秋芳会长出席第54届日本大学英语教育学会国际研讨会
【主旨发言4】Production-oriented Approach for Chinese Adult L2 Learners
【特邀论坛】Teaching English as Lingua Franca: Opportunities and Challenges
【会议现场】面向本土化与个性化的中国英语教学改革与研究 ——第七届中国英语教学国际研讨会在宁召开
第四届全国英语演讲与写作教学学术研讨会PPT下载
“第四届全国英语演讲与写作教学学术研讨会”成功举办
学习培训 更多>>
2014全国学术英语教学研讨会暨教师培训会会议纪要
《中国外语教育》2014年编委会召开
CCEC考试2013年7月统考报名通知及注意事项
【公告】剑桥儿童英语等级考试2013年收费标准调整
第四届全国英语演讲教学与研究学术研讨会会议通知及征文启事
2013年4月考官培训报名开始了!
在线资源 更多>>
《秘书职业资格考试通关指南》习题答案
《不能错过的英语启蒙》mp3音频下载
《中学生法语(2)(教师用书)》全部内容下载
《法语DALF考试全攻略(C1/C2)》补充参考答案
《循序渐进法语听写——提高级》语法点索引
《法语2》修订本1-7课答案下载
出版物范围
查询产品
书目下载
选购指南
常见问题
咨询和交流
各地经销店
邮购和网上购买
查询订单情况
支付方式
质量投诉
盗版举报
订阅资讯邮件
用户注册•登录

业务联系和服务
院校客服经理
marc数据下载(2010.10)
2011“大学英语教材”经销单位
《剑桥国际少儿英语》经销单位
征订目录下载(各分社/各语种)
•订货目录下载(2011.6)
 pdf格式 excel格式
marc数据下载(2010.10)
联系批销业务网上发行
店员培训资料下载
联系“外研通”数码产品
图书出版方向
作译者须知
原稿、电子稿、胶片交付要求
出版期刊投稿
投稿•项目合作
国际版权业务
电子版权业务
图书进出口业务
音频制作服务
视频制作服务
教育培训服务
FLTRP.COM介绍 | 外研社网站群 | 网站留言 | 人才招聘 | 到达外研社 | 友情链接 | 盗版举报| 联系我们| 外研博客
北京市海淀区西三环北路19号外研社大厦 100089  电话:010-88819000  电子邮箱:service@fltrp.com
外语教学与研究出版社版权所有 Copyright © 1999-2010 FLTRP, All Rights Reserved
北京市公安局海淀分局备案编号:1101081786  京ICP备10052612号-1